Eine Welt ohne Grenzen

Es scheint naiv, es ist aber eine Idee, ein Traum und wenn man nicht wagt zu träumen, würden wir in einer stumpfsinnigen und unkreativen Welt leben. Konstantin Wecker träumt beispielsweise von einer grenzenlosen Welt.

Wenn man die aktuelle Flüchtlingspolitik betrachtet, scheint dieser Traum weit entfernt: Die EU ist abgeschottet und legt tausende Steine in den Weg derer, die nur mit einer Flucht die Möglichkeit sehen, ihrem Leid zu entkommen.

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht und ein Gedicht verfasst.

Die See tobt, die Wellen schlagen im Dunkeln.
Ein Blitz ergrellt, in der Ferne sieht man’s Schunkeln.
„Ein Floß? Ein Boot? Recht spärlich!“ fällt’s uns auf,
doch sieht man genauer hin, sind hundert Menschen drauf.

Auf der Flucht vor Hunger, Tod und Leid:
Eine Flucht nach draußen in die Freiheit.
So frei wie das Meer wird sie jedoch nie wieder sein,
sitzt man später in so ’nem Asylbewerberheim.

Ohne Perspektiven sitzt man nur da,
keine Möglichkeiten sind zum Ergreifen nah.
Umschlungen von Drähten, mit Mauern zugestellt,
umzäunt wirkt diese ach so liberale Welt.

Ich träume von einer solchen, doch ohne diese Grenzen.
Offen soll sie sein, für alle guten Menschen.
Sie sollen dann zusammenleben, ohne Zank und Streit,
den Nächsten liebend – und immer zur Hilfe bereit.

Doch denk‘ ich dran, die optimistische Utopie zu revidieren:
Es wird nicht funktionieren, wir werden uns im Alten verlieren.
Dass jeder Mensch anders ist, könn‘ die Wenigsten akzeptieren.
Solang Toleranz ein Fremdword bleibt, werden Mauern unsre Welt zieren.

Das Asylbewerberheim

Wolkenundso

Es öffnete sich der Fahrstuhl, ein Mann mit einem Fahrrad war bereits darin. Nach einem typischen Smalltalk entglitt das Gespräch allerdings in einer merkwürdige Richtung.

„Passt das?“
„Klar, immer nur herreinspatziert… Joa, mein Schloss ist kaputt, ich stelle daher das Fahrrad in meine Wohnung…“

Das ist natürlich nicht verwerflich. Auch mir wurde bereits ein Fahrrad geklaut und schön ist das nicht wirklich.

„Bei unseren neuen Nachbarn *augenrollender Ausdruck mit Kopfschwenk in Richtung des Asylbewerberheims* weiß man ja nie.“
„Ach? Ich hatte bisher keine Probleme mit ihnen.“
„Aber vorsichtig sollte man schon sein, ich habe gehört, da sollen auch schon einige überfallen worden sein.“

Überfälle geschehen in der Umgebung eines Asylbewerberheims genauso wie in anderen Umgebungen. Unabhängig davon, dass wir hier von einem Hörensagen sprechen, gehe ich fest davon aus, dass die Menschen, die Asyl suchen, nicht zwangsläufig gewalttätig sind, geschweige denn sofort zu kriminellen Taten neigen. Eine gewisse Abneigung Anderer diesen Menschen gegenüber spüre ich immer wieder. So auch bei einem Gespräch mit einer Person, die ich traf, als ich mir meine Wohnung zum ersten Mal ansah.

„Steht das Krankenhaus gegenüber leer?“
„Ja, aber es ist geplant, dort Asylsuchende unterkommen zu lassen.“
„Das ist doch gut.“
„Ja, doch in der Nachbarschaft hält sich die Begeisterung in Grenzen.“

Die Unterkunft war also noch nicht einmal eingerichtet, keiner wusste, wie es eigentlich ist, ein Asylbewerberheim in der Nähe zu haben, und doch sammelten sich negative Stimmungen. Das finde ich schade.

Ich sehe in den Asylsuchenden keine Kriminellen, keine unangenehmen Personen und keine Individuen, die für den Untergang des christlichen Abendlandes verantwortlich sind. Ich sehe Menschen, die vom Asylbewerberheim zur Stadtbahnhaltestelle gehen und sich Abends wieder in ihrer Unterkunft einfinden. Ich sehe Menschen wie dich und mich…

Statt uns zu fragen, wie wir uns am besten vor ihnen schützen, sollten wir uns fragen, wie wir ihnen am besten helfen können.

Godzilla (2014) – Kritik

Ich war heute im Kino zu dem neuen Godzilla-Film. Trailer gefällig? Bitteschön!

Bei diesem Film ist es am besten, überhaupt nichts über den Inhalt vorher zu erfahren, deswegen werde ich auch gar nichts darüber schreiben. Man sollte sich total unvoreingenommen den Film anschauen, denn obwohl es ein Godzilla-Film ist, ist einiges anders. Mir hat diese Handlung sehr gut gefallen, aber natürlich streiten sich da die Geister.
Die Geister sollten sich allerdings nicht bei den Aufnahmen streiten, denn die sind unglaublich gut. Bildgewaltig ist dieser Film allemal und von der Kameraführung her fast in jeder Szene ein Hingucker. In den häufigsten Fällen ist es so, dass interessante oder ungewöhnliche Perspektiven gewählt werden, sodass der Zuschauer zwar weiß, was dort passiert, aber besonders spannende Details verborgen bleiben. Das macht immer aufs neue Neugierig und lässt einem gespannt vor dem Film sitzen. Bleiben wir auch gleich mal bei dem Punkt Spannung. Auch hier ist der neue Godzilla deutlich gelungener als die Vorgänger. Der Spannungsbogen wird gleich am Anfang aufgebaut und hält sich den ganzen Film lang konstant. Das Intro ist übrigens genial, nur mal so nebenbei bemerkt. Auch die Action und Effekte sind mehr als beeindruckend. In 3D ist dieser Film ein Augenschmaus und zeigt höchstes Niveau bei sämtlichen grafischen Effekten. Soweit erstmal zu den technischen Punkten. Schauspielerisch? Nunja. Es ist halt ein Action-Film, schauspielerische Leistung ist da wohl eher zweitrangig. Das merkt man auch. Der Protagonist kommt sehr nüchtern und neutral rüber. Man kauft ihm das Ganze nicht so richtig ab, da er trotz dieser Situation, dass ein Monster die Welt zerstört, das so hinzunehmen scheint, als würde sein Toast am Morgen zu schwarz werden: „Ist zwar ärgerlich, aber was soll’s.“ Dafür überzeugt Breaking-Bad-Protagonist Bryan Cranston. Schade, dass er hier nur eine Nebenfigur darstellt. Insgesamt steht also Godzilla, Kameraführung, Effekte, Action und Bildgewalt im Vordergrund der Produktion. Dass die Schauspielerei nur Mittelmaß ist, fand ich nicht so schlimm, da es bei diesem Film insgesamt nicht so wichtig ist und weder Spannung noch die Gesamtqualität des Films belastet.
Von daher gebe ich dem Film mal 8/10 Punkten in der Kategorie Action. Hat großen Spaß gemacht und ist eine Empfehlung von meiner Seite.

The Others – Kritik

Heute stelle ich euch mal einen von der Story her besonderen Horror-Film vor. Trailer gefällig? Bitteschön.

„The Others“ spielt in einem abgelegenen und von Nebel umgebenen Haus irgendwo in England. (Diese Abgeschiedenheit spielt ja eh bei fast allen subtilen Horror-Filmen eine große Rolle.) Die Protagonistin Grace Stewart, sehr gut gespielt von Nicole Kidman, und ihre beiden Kinder wohnen in eben diesem Haus. Der Film beginnt damit, dass neue Hauswirtschaftshilfen mit den Charakteristika dieses Hauses vertraut gemacht werden.
So entwickelt sich diese Geschichte. Als Zuschauer weiß man nie so recht, wer die eigentlich merkwürdigen sind: Die wortkargen Angestellten oder doch die strenge und verschrobene Mutter, die alles dafür tut, das Haus in Dunkelheit zu belassen, damit ihre erkrankten Kinder geschützt werden. Dieser Film setzt weniger auf Schockeffekte sondern viel mehr auf spannende Atmosphäre und die wird bis zum Ende des Films durchgehalten. Ich versuche wenig über die Handlung zu verraten, denn jeder kleinste Spoiler könnte den Spaß verderben. Am besten ist, man schaut sich diesen Film komplett unvoreingenommen an. Wer einen atmosphärischen und fesselnden Horror-Film sucht, sollte sich „The Others“ unbedingt mal ansehen. Wer Zombies, Dämonen, Splatter oder Schockeffekte am laufenden Band sucht, der ist hier falsch aufgehoben.

Gute Schauspieler, tolle Kameraführung, atmosphärische Spannung und eine geniale Story machen diesen Film zu etwas besonderem, womit man ihn von anderen Horror-Filmen durchaus hervorheben kann. 8/10 Punkten.

Insidious – Kritik

Gestern habe ich mir nach vielen Empfehlungen „Insidious“ vom schon von „The Conjuring“ und „Saw“ bekannten Regisseur James Wan angesehen. Trailer gefällig? Bitteschön.

Kurz zur Handlung: Wie eigentlich in den meisten Horrorfilmen dieser Art, spielt sich folgende Handlung ab: Eine Familie zieht neu in ein Haus ein und es geschehen merkwürdige und unheimliche Dinge. Bei Insidious stellt sich heraus, dass nicht das Haus für den Spuk verantwortlich ist, sondern der Sohn Dalton, der sozusagen Dämonen und Tote aus einer Art surrealen Zwischenwelt anlockt. Insidious – Kritik weiterlesen

Prag

Hier mal ein Reisebericht meiner Reise nach Prag, Anfang März 2013. Viel Spaß.

Montag: Es war 20:41 Uhr und ich stand am wunderschönen Bremerhavener Hauptbahnhof mit einem Rucksack. Zuvor hatte ich mir darüber Gedanken gemacht, ob ich nicht vielleicht einen Koffer nehmen sollte. Aber ich bin ja keine Frau und nehme meinen halben Haushalt mit (Wie zum Beispiel eigene Decken und Kissen…)
Als der Zug dann ankam und Joshua in irgend so einem Nest zwischen Bremerhaven und Bremen zustieg konnte die wilde Fahrt auch schon beginnen. In Bremen angekommen ging es dann weiter nach Hamburg wo wie vorzüglich im Lokal “zur Goldenen Möve” unser Abendbrot verzehrten… Ich übertreibe mal wieder. vorzüglich war der Cheeseburger gar nicht, so dass ich mit dem Brot letztendlich die Tauben vor dem Bahnhof fütterte. Die freuten sich auch mehr über den Fraß als ich. Trotz dieser Parodie auf ein Essen war ich gesättigt und es konnte mit dem Nachtzug weiter nach Prag gehen. Leider war der Liegewagen kaputt, sodass wir dummerweise im viel komfortableren Schlafwagen nächtigen mussten. Die Trauer darüber hielt sich in Grenzen, da die Wagons Steckdosen hatten und ich mein iPhone aufladen konnte. Über Hannover, Berlin und Dresden ging es dann von Hamburg nach Prag. Fragt mich nicht, warum dieser Zug in diesem Zick Zack gefahren ist. Prag weiterlesen

Hamburg Journal und die 1. Sinfonie von Brahms

Als heute mal im RadioBremenTV bei Buten und Binnen nichts interessantes behandelt wurde, schaltete ich einfach mal um und guckte, was in den anderen 3. Programmen so lief und stieß auf das Hamburg Journal (Hab ich auch zum ersten Mal eingeschaltet gehabt). Als ich das Intro sah, fiel mir auf, dass ein Thema der 1. Sinfonie von Brahms dort als Intromusik abgespielt wurde. Ein tolles Werk, das ich sofort wieder anfing zu hören. Komplett. Ziemlich toll. Hier der Link zu einer guten Version. Das Thema des Intros ist übrigens das Hauptthema des 4. Satzes.

Achja. Wenn man schon bei „Buten und Binnen“ ist. Hier wird von Bach die Cantate 147 als Intromusik verwendet. Auch sehr nett zu hören.

Wer bin ich? Was mache ich?

Kurz und Knapp: Ich heiße Daniel, bin 20 Jahre alt und studiere in Bremerhaven Informatik. Damit ich nicht jedes Jahr diesen Artikel anpassen muss. Ich bin zu diesem Zeitpunkt 20 und 1993 geboren. Denkt euch also mein alter entsprechend, wenn ihr diesen Artikel später lest.

Was mache ich hier?
Hier werde ich ein paar Erlebnisse aus meinem Leben und Reiseberichte posten. Entdecke ich coole Sachen im Internet, werde ich diese hier auch posten. Generell poste ich einfach alles, wonach mir ist und was ich gerne in Blogeintragform loswerden möchte. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Einträge.

The Conjuring – Die Heimsuchung: Kritik

Gestern habe ich im Kino „The Conjuring – Die Heimsuchung“ gesehen. Trailer gefällig? Bitteschön.

Zu erst einmal ganz kurz die Handlung: Eine Familie kauft sich ein ländliches Grundstück mit einem alten Farmhaus, in dem sie den Rest ihres künftigen Lebens verbringen wollen. Spätestens nach den ersten unheimlichen Geschehnissen ändern sie diese Meinung. Zu Rate gezogen werden „Geisterjäger“, die den Spuk untersuchen sollen. Doch es stellt sich heraus, dass es schwieriger wird als Gedacht den dämonischen Ereignissen Herr zu werden. The Conjuring – Die Heimsuchung: Kritik weiterlesen